Am Dienstag, dem 4. Juli 2002, hörte das Herz von Mansoor Hekmat (Djubin Razani), dem Gründer und Leader der Arbeiterkommunistischen Partei Irans, und dem grössten zeitgenössischen Marxist, zu schlagen auf im Alter von 51. Nach einem kurzen Kampf mit dem Krebs, entschlief Mansoor Hekmat in völligem Frieden, und mit seiner Familie neben sich, für immer.
Djubin zu verlieren, ist ein irreparabler Verlust für die freiheitssuchende und egalitäre Bewegung, für die sozialistische Bewegung, die Ideale des Arbeiterkommunismus und der Menschlichkeit. In seinem kurzen politischen Leben war Mansoor Hekmat der Grundstein des egalitären und kommunistischen Radikalismus in iranischer Politik. Sein Beitrag zur marxistischen Theorie war zutiefst humanistisch und revolutionär und eine lebende Praxis von Marxs grundlegender philosophischen Idee, dass die Zukunft ein unbeschriebenes Blatt ist, welches durch die lebenden, zeitgenössischen Menschen mit offenen Augen beschrieben werden kann; Geschichte wird vom menschlichem Willen gebaut. Der Marxismus hat seinen grössten Denker auf der Welt verloren.
Zudem haben wir, die wir die Ehre und Möglichkeit hatten, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten, den aufrichtigsten Freund und den würdigsten Menschen verloren.
Im Namen der Arbeiterkommunistischen Partei Irans, spreche ich der Familie des lieben Djubins mein tiefstes Beileid aus. Für alle Mitglieder und Unterstützer der Partei sende ich meine Zuneigung zur lieben Azar Majedi und ihren Kindern. Ich weiss, dass keine Wörter oder Taten den Schmerz, Djubin zu Verlieren, vermindern können. Ihr Platz ist indessen in all unseren Herzen, und wir sind alle mit ihnen.
Das Herz von Mansoor Hekmat (Djubin) hat aufgehört zu schlagen, aber Mansoor Hekmat ist nicht tot. Mit seinen Gedanken und Idealen wird Mansoor Hekmat die herausragende Persönlichkeit der sozialistischen und marxistischen Bewegung bleiben.

Lang lebe der Sozialismus
Lang lebe Mansoor Hekmat

Koorosh Modaresi
Politbüro der Arbeiterkommunistischen Partei Irans
4. Juli 2002

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Der große marxistische Denker und Leader der Arbeiterkommunistischen Partei und der arbeiter-kommunistischen Bewegung, starb am 4. Juli 2002, nach einem Jahr Kampf gegen den Krebs. Ein abruptes Ende eines immens produktiven Lebens. Djubin Razani wurde 1951 in Teheran geboren. Er schloss seine Grund- und weiterführende Schule in Teheran ab, sowie danach eine Ausbildung in Ökonomie an der Universität von Shiraz. Er kam 1973 in London an, um seine Studien nach dem Examen fortzuführen. Es war zu dieser Zeit, dass er sich dem Lesen von Marx´ Kapital und anderen Arbeiten zuwendete. Und es war im Marxismus, wo dieser kritische, lebhafte und interessierte Verstand die Antworten fand, zu seinen grundsätzlichen Fragen über die Wahrheit des existierenden Unrechts und der unmenschlichen Welt, und dem Weg, sie zu ändern. Der Humanismus und die Freiheitsliebe des jungen Djubins vermischt mit der radikalen Kapitalismuskritik von Marx. So war Mansoor Hekmat’ und Mansoor Hekmat’s Marxismus geboren. Dieser Marxismus hatte keine Verwandtschaft mit dem existierenden Marxismus. Der russische und chinesische Kommunismus, die Guerillakrieg-Bewegungen, die Sozialdemokratie und der Trotzkismus waren alle das Thema der Kritik von Mansoor Hekmats Kommunismus. Entgegen diesen verdrehten Darlegungen des Marxismus, begann er direkt bei Marx, und brachte dem Marxismus Humanismus und Radikalismus zurück. 25 Jahre des unermüdlichen Kampfes auf dem theoretischen Feld, und die politische Organisation und Führung einer Bewegung, die diesen Ideen entsprang, produzierten hunderte von theoretischen Artikeln und Essays, politische Kommentare, taktische Resolutionen und organisatorische Aktionspläne, das Programm „Eine bessere Welt“ der Arbeiterkommunistischen Partei, hunderte von Reden und Seminaren, zahlreiche Organisationen, Projekte und Publikationen in verschiedenen Bereichen, und, über allem, die Arbeiterkommunistischen Parteien von Iran und Irak. Die praktische Breite und Vielfalt, genauso wie die theoretische Tiefe und Klarheit, von diesem großen, organisierten Kampf an der Spitze einer Bewegung, welche Hekmat Arbeiterkommunismus nannte brilliant charakterisiert in einer seiner tiefsten und umfassenden Schriften „Our Differences“ ist beispiellos in der Geschichte der Linken im Iran und der zeitgenössischen Welt.

Im Iran wird heute Kommunismus und die Linke mit Arbeiterkommunismus identifiziert. Die Arbeiterkommunistische Partei - Hekmatist ist eine mächtige und entscheidende Kraft in der iranischen Politik und in der Bewegung zum Sturz des islamischen Regimes im Iran. Mansoor Hekmats Arbeiten sind der Anfang eines genau ausgearbeiteten, radikalen Marxismus im Iran, und die Wiedergeburt und Entwicklung von Marx´ humanistischen und radikalen Kommunismus in der zeitgenössischen Welt. Aber das Wachsen und der Einfluss von Mansoor Hekmats Arbeiterkommunismus wird nicht auf unsere Ära und Generation beschränkt sein.